Vegan Vednesday: Vegan in London

Sich Vegan zu ernähren ist in größeren Städten wie Berlin und Köln bisher eigentlich immer ziemlich einfach gewesen wegen der hohen Anzahl an vegetarisch veganen Restaurants. Von daher machten wir uns vorher auch keine großen Sorgen, da es laut Happycow auch in London nur so von veganen Restaurants wimmeln sollte. Als dann aber, in England angekommen, herauskam, dass wir das mobile Internet im Ausland gar nicht nutzen konnten (obwohl wir vorher extra bei der Telekom nachfragten und ein erhöhtes Entgelt in Kauf genommen hätten), herrschte leicht Panik. Zu Unrecht.

Nicht nur, dass es in der englischen Hauptstadt unzählige Restaurants gibt, in denen man essen gehen kann, auch in Supermärkten und in den, in England so beliebten, Sandwichläden kann man sich äußerst gut eindecken.

Nach einem kleinen Frühstück im Hotel (Toast mit Marmelade, Cornflakes mit selbstmitgebrachter Sojamilch) haben wir uns auf dem Weg zu unserer Tubestation immer mit Sandwiches beim Health Food Center in der Warren Street eingedeckt. Nebst der großen Auswahl an vegetarisch & vegan belegten Sandwhiches (2 für £3) gibt es auch eine Auswahl an Burgern, die man kalt oder warm genießen kann.

In jedem Supermarkt oder kleinen Laden gibt es aber auch Sandwichtheken, die oft auch vegane Varianten mit Humus und Gemüse anbieten. Oft sind diese auch als vegan, auf jeden Fall aber immer als vegetarisch gekennzeichnet! Am Besten war das Angebot bei Pret-A-Manger (vegane Kennzeichnung!), eine Kette, die über ganz London verteilt ist. Neben den Sandwiches gab es z.B. auch eine Lunchplatter, die mit Humus, Linsensalat, grünem Salat, einem Wrap und Krautsalat gefüllt war.

Foodplatter von Pret-A-Manger.

Beim Thema Restaurantketten: Überall befinden sich Wasabi Take Aways, bei denen es unter anderem Avocado- & Gurkenmakis, Tofunigiris und mit Algensalat gefüllten Onigiri gibt.

Abends haben wir uns eingedeckt im Supermarkt Sainsbury. Verschiedene Couscoussalate, Edamamesalat, Fruchtbecher oder Pasta in Tomatensauce waren unser Abendessen auf dem Hotelzimmer.

Abendessen aus dem Sainsbury Supermarkt.

Trotz des wirklich guten Angebots außerhalb der speziellen Restaurants haben wir es trotzdem zwei Mal geschafft, auch einmal etwas „Richtiges“ zu essen (nach 2 Tagen Sandwiches gelüstete es mir, nach einer warmen Mahlzeit)

Nach unserem Besuch in Camden waren wir  in der InSpiral Lounge, einem vegetarischen Restaurant, in dem die meisten Optionen aber vegan sind. Wir haben uns für die vegane Variante des klassischen, englischen Frühstücks entschieden, welches mit £6 pro Person auch sehr günstig war. Dazu gab es für mich einen Weizengrasssmoothie, hat aber so mittelmäßig lecker geschmeckt. Zu beachten ist aber, dass die Getränke im Gegensatz zum relativ preiswerten Essen sehr kostenintensiv sind. Für ein Getränk bezahlt man mindestens den halben Preis einer vollen Mahlzeit!

English Breakfast aus der Inspiral Lounge.

Außerdem waren wir (leider unbebildert) einen Tag im Vitao in Soho. Für £7 bekommt man das Hot Set Meal, bestehend aus einer warmen Hauptkomponente, zwei Salaten aus der Salatbar und eine Suppe. Da das Vitao auch roh-veganes Essen anbietet, waren alle Salate ebenfalls rohvegan. Vorallem heißt das: das Essen wird bei der Zubereitung nie über 48°C erhitzt, der Kartoffelsalat, den ich mitunter hatte, war mit seinen fast rohen Kartoffeln also leider überhaupt nicht mein Fall. Die restlichen Komponenten waren aber überaus lecker. Sogar der Quinoasalat konnte mich überzeugen, obwohl mich trotz dreifachen Versuchs Quinoa bisher nicht überzeugen konnte. Wie auch in der InSpiral Lounge hauen hier die Getränke aber sehr auf das Budget.

Als Fazit sei gesagt, dass London für Veganer und Vegetarier unheimlich viele Möglichkeiten bietet, sich zu ernähren, ob nun in speziellen Restaurants, den üblichen Sandwichketten oder einfach im Supermarkt. Der preisliche Unterschied ist dabei aber nicht allzu hoch.

Hat einer meiner Leser vielleicht ein Lieblingsrestaurant in London, in dem man unbedingt mal gegessen haben muss? Wir werden sicherlich nicht das letzte Mal dort gewesen sein, ich bin also für Tipps offen.

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7 Kommentare

  1. Mayjo sagt:

    Magst du Sushi? Dann solltest du Yo Sushi probieren, das ist soooo super :)

  2. Sissy sagt:

    Edamamesalat mmhmhmhmhmhmhmhm *lecker*
    Sissy von Modern Snowwhite ♥

  3. Marie-Claire sagt:

    In der InSpiral-Lounge war ich auch! Habe u.a. auch veganes Lavendel- und Pistazieneis probiert :D Das war richtig super, ich wünsche mir sowas auch in Deutschland!

  4. [ekiém] sagt:

    Ouh, lecker :) Ich fahr auch bald wieder nach london, vielleicht kannst du mir ja was empfehlen? :)

  5. BlueBacardi sagt:

    Als ich vor 2 Jahren in London war, war ich ja noch weder vegan noch vegetarisch aber schon damals fand ich die Essensauswahl da irgendwie anders als bei uns. Viel mehr Beschriftungen, Bildchen, Kalorien, Inhaltsstoffe auf Verpackungen etc. Wieso machen die das bei uns nicht? Manchmal glaube ich ja in Deutschland will man die Kunden extra „dumm“ halten…
    Dein Post hat mir jetzt aber auf jeden Fall sowohl mächtig Hunger als auch total Lust auf einen London Urlaub gemacht :)

  6. T. sagt:

    Ist doch schön, wenn es euch so leicht viel etwas zu essen.
    Ich find die Sandwiches in London schrecklich. D:
    Das einzige leckere, was ich da aß (ich aß generell sehr wenig, als ich dort war..), war Afrikanisch! Leckerleckerlecker.

  7. Nastassja sagt:

    oh man sieht das lecker und abwechslungsreich aus!!

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