Vegan Vednesday: Vegan in Budapest

Mit reichlich Verspätung gibt es nun meinen kleinen Bericht darüber, sich in Budapest Vegan zu ernähren. An sich werden bei Happy Cow unzählige Vegetarische Imbisse angezeigt, aber die meisten sind Hummusläden, auf die wir keine Lust hatten.

Unsere Walking Tour am zweiten Tag endete auf der Buda-Seite und da das Edeni Vegan das einzige vegetarisch-vegane Restaurant auf jener Seite des Flusses war, wollten wir die Chance nutzen, um dort hinzugehen. Nach einer mühsamen Suche (Google Maps ist dort nicht dein Freund!) wurden wir aber fündig und das Äußere sprach uns sofort an. Und damit leider auch das Einzige. Wir waren am Nachmittag dort und da die Hauptkundschaft wohl zur Mittagszeit kommt, waren viele Gerichte des Buffets schon aus. Zu allem Unglück waren die, die noch da waren auch nur höchstenfalls lauwarm, wenn nicht sogar schon vollkommen erkaltet. Einzig allein die Tatsache, dass Essen in Budapest generell sehr günstig ist, konnte uns über unsere Enttäuschung hinweg trösten.

Das zweite Restaurant, welches auf unserer Liste stand, ist das Mannatural, ein roh-veganes Restaurant. Meine erste Erfahrung mit Raw Veganism in London war nicht allzu positiv, weil ich mich einfach nicht an fast rohe Kartoffeln gewöhnen kann, aber die gemischte Platte im Mannatural war wirklich gut. Die Aufstriche und Salate schmeckten gut, lediglich der Leinsamencracker war nicht ganz nach meinem Geschmack. Der Sättigungsfaktor von Salaten ist zumindest beim Gatten nicht allzu groß, aber inklusive Dessert war ich zufrieden. Der Kuchen war nämlich der absolute Kracher! Man konnte kaum einen Unterschied zu herkömmlichen Kuchen schmecken. Preislich auch hier vollkommen zufriedenstellend (verglichen mit dem Londoner Restaurant bezahlten wir dort höchstens ein Viertel!)

Zum Macska sind wir bereits am Tag unserer Ankunft gekommen, leider während eines Betrieburlaubs. „Macska“ heißt übersetzt Katze – ein Thema, welches den ganzen Laden durchzieht, da sich unzählige Katzenfiguren überal tummeln (Crazy Catlady-Traum!) Eigentlich ist es ein vegetarisches Restaurant, aber es wird immer mindest ein veganes Gericht angeboten. Dies ist auf der Karte zwar nicht ausgezeichnet, aber die Bedienung hat uns nett und geduldig alles erläutet. Als Vorspeise hatten wir beide eine Kartoffesuppe und als Hauptspeise gab es Letscho mit Reis und einen Burrito. Sehr simples Essen, aber einfach war in diesem Fall unglaublich lecker. Inklusive Getränken waren wir nur 10€ leichter.

Das Beste zum Schluss: Napfényes Étterem! Nicht nur, weil es ungefähr 10 Minuten von unserem Hotel entfernt war, waren wir insgesamt an 5 von 7 Tagen dort! Die Karte ist unheimlich voll gepackt mit guter ungarischer Hausmannskost, die veganisiert ist, zusätzlich gibt es jeden Tag auch noch vier Tagesgerichte. Von ganz einfachen bis raffinierten Gerichten gibt es dort alles, was das Herz begehrt – wir waren wirklich begeistert und kamen oft wieder! So oft, dass wir nach ein paar Tagen schon mit den Worten „Bis Morgen!“ verabschiedet wurden. Als Desserts gibt es außerhalb der normalen Karte auch noch eine Kuchenvitrine mit aufwändigen Torten, die einfach göttlich schmeckten. Ich weiß gar nicht, was ich da alles noch zu sagen soll, außer: UNBEDINGT HIN, wenn ihr mal in Budapest seid!

Bitte beachten: Dort scheint es allgemein gebräuchlich zu sein, dass Honig nicht als unvegan angesehen wird. Deshalb wird auch in vegan deklarierten Gerichten möglicherweise Honig verwendet, also lieber noch einmal nachfragen!

Posted in Budapest, Vegan Vednesday

4 Kommentare

  1. Jenny sagt:

    Tolle leckerer Fotos. Ich bin zwar keine Veganerin, aber wenn ich das sehe möchte ich eine werden :-) Würde ich alles sofort essen, vorallem weil ich auch noch kein Frühstück hatte ;-) Haha

    LG,
    Jenny

  2. Janine sagt:

    honig und unvegan? klar von bienen hergestellt aber absolut pflanzlich. wie kann man honig nicht essen unter diesen gesichtspunkten, verstehe ich nicht. ist honig doch das älteste und biologischste süßungsmittel seit jahrtausenden. vielleicht kann mich ein veganer an dieser stelle aufklären, bin ich doch nun sehr verwirrt.

  3. Das Miau sagt:

    Naja wahrscheinlich sehen Veganer es so, dass den Bienen der Honig einfach geklaut wird und sie das einfach nicht in Ordnung finden. Aber ich würde es sehr schade finden auf den leckeren Honig verzichten zu müssen ^^ Das kann ich nicht.

    Aber jedem das seine :) Ich konnte mir bisher nicht vorstellen, was Veganer eigentlich so essen und bin total überrascht, wie viele Gerichte du uns zeigen kannst! Wahnsinn! Und das sieht alles auch noch so lecker aus! Wow ^^ Wusste auch gar nicht, dass Budapest ein veganes Restaurant hat o_o Hätte ich echt nicht gedacht. War in meiner Kindheit 4 mal dagewesen und komme mir grad schlecht vor, dass ich dachte, dass die dort nur Fleisch essen xD Warum überrascht mich das jetzt so? Naja.. wahrscheinlich weil ich oberflächlich davon ausging, dass mehr westliche Menschen den Drang nach veganes Essen haben und die es sich „leisten können“ ein veganes Restaurant zu eröffnen :/

    Aber du hast mich eines Besseren belehrt ^^ Ich muss mal gucken, ob es in Berlin auch ein veganes Restaurant gibt. Kannst du mir eins empfehlen? Ich will das Essen unbedingt mal probieren!

  4. I love your travelling reports, the pictures are so colourful! :) i would love if you might check out my blog: http://www.the-belgian-girl.blogspot.com

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