Rezept: Grundrezept Seitan

Ruhig ist es hier geworden, aber neben dem positiven Freizeitstress der letzten Wochen werden die Vorbereitungen für den Umzug immer intensiver (Stichwort: 530€-Einkauf bei DM) und somit finde ich momentan kaum einen Nerv, mich an sinnvolle Posts zu setzen. Nichts destotrotz, habe ich schon vor Ewigkeiten die Fotos gemacht, wie ich meinen Seitan herstelle, weil nach meinen Seitanspießen viele an dem Rezept interessiert waren.

Der aufmerksame Leser wird wahrscheinlich schon wissen: Ich bin faul und sehr praktisch veranlagt. Ich mache meinen Seitan daher meistens ohne tausend Zutaten und variiere die Gewürze frei nach Laune.

Zutaten:
– 180g Gluten (ich kaufe immer hier)
– 240ml Wasser
– 60ml Sojasauce
– 2 EL Hefeflocken
– 2-3 EL Gewürze

Zum Thema Gewürze sei gesagt: Ich würze meinen Seitan nie sehr stark, da ich lieber – je nach Verwendungszweck – nach würze, wenn ich ihn zubereite. Ansonsten sind einem bei den Gewürzen alle Möglichkeiten offen. Ein Mix aus süßer und scharfer Paprika und Chili für einen etwas ungarisch anmutenden Geschmack oder Curry, Cumin und Garam Masala für einen Hauch Indien. Und ein absoluter Geheimtipp: Liquid Smoke für ein herrlich rauchiges Aroma! Mittlerweile bin ich aber ein richtiger Fan von Gewürzmischungen geworden – dazu gibt es morgen dann aber mehr, zu Gewinnen gibt es auch etwas!

Wie beim Backen gilt auch: Zuerst die trockenen Zutaten zusammen mischen, dann die flüssigen dazu und kräftig kneten. Und weil Kneten soooo anstrengend ist, hole ich mir dazu immer meinen Lord Seitan zu Hilfe! Oft ist die Masse noch zu trocken, so dass ich noch ein, zwei Schluck Wasser dazu tun muss, damit der Teigkloß auch das ganze Gluten aufnehmen kann. Den Seitan dann in relativ kleine Stücke schneiden, weil sie im Topf gigantisch werden und somit auch schneller im Inneren gar werden.

Größenunterschied vor und nach dem Kochen.

Die Seitanstücken werden nun für eine ganze Stunde in einen selbstgemachten Sud gekocht. Wichtig: Nehmt dafür den größten Topf, den ihr habt! Die Masse wird durch das Kochen ungefähr vier Mal so groß und bei meinem ersten Seitanmachen kochte alles über und ergab eine riesige Sauerei! Für den Sud zerteile ich grob eine Zwiebel, zerdrücke ein paar Knoblauchzehen und gebe sie im Ganzen in heißes Wasser. Zwei Esslöffel körnige Gemüsebrühe, einen guten Schluck Sojasauce und einige der in der Seitanmasse verwendeten Gewürze dazu und sobald es kocht, die Seitanstücke einzeln vorsichtig hinein geben, damit sie nicht zusammen kleben. Nicht vergessen: Ab und zu mal umrühren und bereits verdunstetes Wasser wieder auffüllen!

Wenn die Masse dann eine Stunde im heißen Blubberbad war, in einem Sieb abtropfen lassen und noch etwas ausdrücken.

Wie ihr auf dem vorletzten Foto sehen könnt, sieht Seitan an sich nicht allzu spektakulär aus, aber er ist sehr vielseitig einsetzbar. Eine Möglichkeit, was man damit machen könnt, zeigten bereits meine marinierten Seitanspieße. Vier weitere Varianten stelle ich euch dann morgen vor!

Der Seitan hält in einer luftdicht verschlossenen Dose bis zu einer Woche. Desweiteren habe ich auch gelesen, dass man ihn auch bis zu einem Monat einfrieren kann, aber da er bei mir nie lange hält, habe ich damit selbst noch keine Erfahrungen machen können.

Ich hoffe, ich konnte das Mysterium Seitan nun etwas lüften, denn an sich ist die Herstellung super einfach. Sollten weitere Fragen bestehen, werde ich diese mit Freude beantworten.

Posted in Food & Recipes, Vegan

9 Kommentare

  1. Mina sagt:

    Danke :D Das kommt diesen Sommer auf den Grill!!! Danke :*

    530€ bei DM, wie haben die da geguckt? Ist das für euren Umzug ans andere Ende der Welt?
    Was nimmt man da so wichtiges mit? Tampons? Weiches Klopapier?

    • Steff sagt:

      Nicht allzu merkwürdig geschaut, wir haben uns vorher angekündigt. :D Und ja, das ist unser Vorrat für die nächste Zeit in China. Tampons: Ja, Klopapier: Nein. Vorallem aber Duschgels, Shampoos (weil man nie weiß, was in chinesischen Produkten drin ist), bzw. auch viel für die Geschirrspülmaschine (sehr teuer dort!) :D

    • Mina sagt:

      Stimmt und die testen ja auch noch alles.
      Wie kündigt man sowas an?
      „Hey, nächste Woche würden wir gerne für 3 Jahre (waren es doch?) Chinaaufenthalt bei Ihnen einkaufen!“?

    • Steff sagt:

      Vier Jahre waren es. :)
      Nein, wir hatten uns vorher schon eine Liste gemacht mit den Dingen, die wir wahrscheinlich für die nächsten 2 Jahre brauchen werden (für vier Jahre einzukaufen hätte dann zu viel Geld und vorallem auch Platz weggenommen!) und die haben geschaut, was sie davon bestellen müssen.

  2. Melea sagt:

    Hach wie Aufregend, ich freu mich mit euch mit und vor allem bin ich sooo gespannt auf die ganzen tollen Posts die da noch kommen werden :)

    Dein Saitan sieht super aus und ganz anders als das was ich bisher so fabriziert hab. Werd ich sofort nachmachen müssen!
    Aber jetzt weiß ich auch warum das bei mir nie so geklappt hat – Lord Saitan :D LG Melea

  3. Sichtbar sagt:

    Ah, das ist gut, endlich mal ein Rezept, wie man es selbst machen kann, als überteuert und dann auch noch (oft) eklig im Laden kaufen zu müssen. :)

    Grüße!
    FB|Portfolio

  4. Syd sagt:

    also ich freu mich immer, im ausland in supermarkt/drogerie neue artikel zum duschen, haare etc zu finden und auszuprobieren, da hätte ich gar keine lust, deutsche, „langweilige“ sachen zu nutzen, die ich eh schon kenne ^^

    • Mina sagt:

      Naja aber bei DM bzw Balea und Co. weisst du, dass sie keine Tiertests durchführen und soweit ich weiß ist/lebt Steff ja veggie und da achtet man nicht nur auf fleischfreie Ernährung (ich tue das zumindest und kenne viele die das ebenso tun, sonst wäre veggie sein ein wenig fürn Arsch, meiner Meinung nach).
      Und China ist ein Land was ALLES an Tieren testet..
      Das nur mal als einer von sicherlich vielen Kritikpunkten bei ausländischen Produkten, wovon dir Steff sicherlich noch mehr erläutern kann

    • Steff sagt:

      Mina, Danke dir für deine Unterstützung. Ja, das mit den Tierversuchen ist definitiv ein Kriterium gegen chinesische Kosmetik. Andererseits kann man sich leider auch nicht sicher sein, dass wirklich drin ist, was drauf steht. Wir gehen da lieber erst einmal auf Nummer sicher und kaufen deutsche Produkte. ^^

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