Projekt: Alltagshelden {Fremdwährung spenden!}

Bevor es morgen bei Nikki weiter geht, darf ich heute den Anfang unserer Alltagsheldenreihe machen mit dem simpelsten aller Heldentaten: Spenden! Man muss aber nicht unbedingt immer Geld spenden, denn auch Dinge, die man sowieso schon zu Hause hat, können für andere nützlich sein. Gelesene Bücher, Klamotten der letzten Saison, ungeliebte Geschenke (Bald ist Ostern!) – was uns nicht (mehr) lieb ist, können andere gebrauchen. So hat mir meine Mutter auch gut 6 Brillen überlassen, die ich in meiner Kindheit trug – wegschmeißen? Nein! Hilfsorganisationen wie Brillen Ohne Grenzen nehmen diese an und leiten sie an Hilfsbedürftige in der dritten Welt weiter.

Heute möchte ich euch aber ganz besonders ans Herz zu legen: Spendet ausländisches Geld, welches bei euch noch herum liegt! Europäische Union sei Dank ist Geld tauschen, wenn man in den Urlaub fährt viel seltener geworden, aber wir alle kennen das bestimmt trotzdem: Nach dem Urlaub finden sich noch ein paar Münzen hier und dort versteckt in den Hosentaschen. Viele behalten sie als Andenken, aber warum unnötig zu Hause horten, wenn man Gutes damit tun kann?

Zugegeben, die Masse auf dem Foto ist schon sehr groß. Beim Ausmisten habe ich einen Karton mit einem Haufen britischer und amerikanischer Münzen gefunden, die mein Mann anhäufte, als er in England lebte (Irgendwie haben Männer eher ein Problem damit, mit Münzen zu bezahlen!) Aber auch von unseren gemeinsamen Urlauben tauchten immer mehr Münzen und sogar ein paar Scheine auf, die man in irgendwelchen (Hosen-)Taschen fand. Also habe ich mir Gedanken gemacht, was ich damit anstellen soll. Sie bei der Bank einzutauschen lohnt sich bei den hohen Umtauschgebühren natürlich nicht, also habe ich mich auf Internetrecherche gemacht, bei welchen Organisationen man Fremdwährung spenden kann.

  1.  Angeblich soll es Spendenboxen auf Flughäfen geben, was sich natürlich anbieten würde. Leider habe ich diese noch nie gesehen, möchte also keine Garantie geben.
  2. Was mir total neu war, ich aber eine Klasse Aktion finde: Auf Langstreckenflügen der Lufthansa kann man das übrig gebliebene Geld dem Bord-Personal direkt geben, damit es der Help Alliance zu Gute kommt.
  3. Diese kleinen Spendenboxen an den Supermarktkassen nehmen in der Regel auch ausländische Währungen an, aber da kommt es darauf an, ob ihr für den jeweiligen Verein spenden möchtet. Im hiesigen Supermarkt steht eine Spendendose irgendeiner Stiftung der Bild. Guter Zweck hin oder her, wo Bild drauf steht, fließt mein Geld jedenfalls nicht!
  4. Die Welthungerhilfe nimmt auf postalischem Wege nicht nur Restgeld aus dem letzten Urlaub, sondern auch alte Briefmarken und Telefonkarten an, die an Sammler weiter verkauft werden.
  5. Solltet ihr in einer größeren Stadt wohnen, könnt ihr sehr wahrscheinlich in einen von 35 Oxfam-Shops gehen. Neben Fremdwährung und der guten alten D-Mark kann man, wenn man schon mal dort ist, auch ausrangierte Kleidung und Bücher mit abgeben.

In einer ruhigen Minute habe ich mal die ganzen Pounds, Dollars, Forint und sogar eine Münze aus Hong Kong zusammen gezählt und umgerechnet liegen bei uns 33,34€ ungenutzt herum. Wir sind vor unserem großen Umzug jetzt ordentlich am Ausmisten, weil nicht alles mit nach China muss und das ganze ausländische Geld wird dann zusammen mit ein paar anderen Sachspenden an einen Kölner Oxfam-Shop gehen.

Selbst, wenn ihr nur ein paar Münzen zu Hause habt: Bitte spendet sie! Ihr habt bestimmt genug Fotos gemacht, die euch an eine tolle Zeit erinnern – ein paar wenige Cents machen in der Masse gesehen aber einen großen Unterschied. Nicht zuletzt einen kleinen Beitrag zu etwas Gutem getan zu haben, ist das schönste Gefühl!

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16 Kommentare

  1. marieluise sagt:

    Wo du es sagst: Ich habe auch irgendwo noch 7 Pounds rumliegen…

    Schöne Idee!

  2. Sehr coole Sache! Habe hier auch noch einiges rumliegen (England, USA, Kroatien, Tschechien), aber leider keinen solchen Laden in der Nähe… Aber ich wäre nie nie auf die Idee gekommen, dass man damit noch was anfangen könnte!
    Love, Laura ♥

  3. InPerpetuum sagt:

    Das mit der Lufthansa war mir auch neu! Aber das man bei den meisten Spendenboxen auch Fremdwährung reinschmeißen kann wusste ich, es sei denn es wird explizit darauf hingewiesen das dies nicht geht. Ist aber eine super Idee, vielen Leuten ist bestimmt gar nicht bewusst, was sie mit dem Geld noch anstellen können!

    • InPerpetuum sagt:

      Übrigens: Ich hatte die Aktion bei der Bloggerlounge gesehen, weil ich aber nicht wirklich Ideen hatte, hab ich mich nicht gemeldet – Jetzt musste ich heute aber doch einfach was dazu schreiben und hab deine Posts mitverlinkt: http://verschwenden.blogspot.de/2013/02/bloggerparade-alltagshelden-mein-tag.html
      Ich hoffe das war okay :)

    • InPerpetuum sagt:

      Ja, ich war richtig überwältigt gestern. Es war schon fast unangenehm den Leuten zu sagen das es mir gut geht und alles in Ordnung ist! :D

      Ja das nächste mal bin ich definitiv dabei! Ich finde die Idee immer noch super (Bloggerparaden im allgemeinen sowieso!)!

      Da ich selber ein total langsamer Leser bin, wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen zu „meckern“ ;) Du sagtest ja schon, das du vielleicht eine Review schreiben willst! Ich bin also ein braver Leser und warte geduldig… Bis ich es nicht mehr aushalte und mir einfach selber kaufe! :D

  4. Die Idee finde ich super.
    Werde mal gucken, was sich bei mir so findet und dann zum Oxfam-Shop in unserer Nähe pilgern.

    Liebe Grüße :)

  5. dk sagt:

    das ist eine klasse idee!

  6. copy.cat sagt:

    Hört sich echt gut an & lässt sich wahrscheinlich auch leicht umsetzen :) danke für die Idee.

  7. smartie sagt:

    Ich muss gestehen: ich stehe Spenden, die ins Ausland gehen, sehr skeptisch gegenüber. Ich will lieber etwas im Inland tun.
    So gebe ich Morgen erst wieder einen Haufen Klamotten an das Behinderteninternat in unserer Stadt ab.
    Und im Dezember hatte ich eine Weihnachtsaktion für ein Asylbewerberheim in der Gegend gestartet. Ich habe mit zwei Helfern Sach- und Geldspenden gesammelt (die Geldspenden in Sachwerte getauscht) und den Bewohnern an deren Weihnachtsfeier übergeben. Ich will halt einfach darauf aufmerksam machen, dass es auch hier viel zu tun gibt, und wir die Bedürftigen hier nicht vergessen dürfen (mal abgesehen davon, dass ich eh mehr der Typ „selbermachen“ bin als (Geld!)Spenden. Ich würde auch eher nach Afrika reisen und was tun als Geld zu schicken).

    Aber ich finde es gut, wenn was getan wird, egal was!!

  8. Innocence sagt:

    Wie cool! Schöne Idee für das Alltagsheldentum! Liebe Grüße und ich bin gespannt, wie es weitergeht! lg

  9. smartie sagt:

    Wieso darfst Du dort nicht arbeiten?

  10. Sehr cool, mein Bruder hat mir seine alten Brillen vermacht, und ich hab mir auch einige mal bei eBay ersteigert die mir nicht gepasst haben – jetzt weiß ich wohin damit! Dankeschön für die tollen Anregungen!

    Liebste Grüße
    Emily

  11. Ariane sagt:

    Ich stehe dem Spenden (zumindest dem Spenden an große Organisationen) immer ein bisschen kritisch gegenüber. Bei vielen Organisationen weiß man nicht wirklich, wo das Geld hinfließt und bei wem es letztendlich ankommt. Das liegt vor allem an meinen eigenen Erfahrungen beim Thema Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem unterstützt man bei Spenden, die in den Globalen Süden gehen, ja meistens eine Art Abhängigkeitsverhältnis – die Menschen rechnen irgendwann so sehr mit der Hilfe aus dem Norden, dass sie die meiste Energie darauf richten, so bedürftig wie möglich auszusehen und nicht selbst etwas an ihrem Leben zu verbessern (weil sonst käme ja kein Geld mehr).
    Klar gibt es positive Ausnahmen, aber man muss das meiner Meinung nach alles immer ein bisschen kritischer und reflektierter sehen als nur „Spenden = Gutes tun“.

    Lokale Aktionen sind da natürlich immer nochmal etwas anderes und ich finde auch die Idee von Sachspenden super, wie alte Kleidung, Bücher und so weiter. Bei uns in der Stadt gibt es beispielsweise einen Verein, der alte Bücher entgegennimmt. Obdachlose sortieren diese und verkaufen sie für recht wenig Geld an großen, organisierten Ständen in der Stadt. Das Geld kommt ihnen dann selbst bzw. dem Verein zu Gute. Das find ich eine tolle Idee.

  12. Thuy sagt:

    Sehr tolle Aktion! Muss ich mir unbedingt merken. Habe zurzeit keine Münzen hier.

  13. Ariane sagt:

    Und zu deinem Kommentar bei mir: Du darfst gern noch einen Fernweh-Beitrag schreiben :) Ich les auch sehr gerne zweimal was über Budapest!

  14. Your blog is lovely !
    xManon

    Will you please check out my blog sometime ? Thank you !

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