On the Road: Vyšehrad

Auf der siebenstündigen Reise per Zug nach Budapest habe ich nun die Gelegenheit, euch den letzten Pragtipp vorzustellen. Natürlich gibt es unzählige andere sehenswerte Orte, die man in der Stadt an der Moldau besichtigen kann, aber mit meinen drei Favoriten dieser Reise soll es dabei bleiben.

Am Mittwoch kramte ich ganz tief aus meinem Gedächtnis den Namen Vyšehrad hervor. Ich wusste nur noch, dass ich mir beim letzten Pragbesuch notiert hatte, dass ich da noch einmal hin wollte, warum hatte ich aber bereits vergessen. Bis mir der Gatte verriet: einer meiner liebsten Künstler, Alfonse Mucha, sei dort begraben. Da nicht mehr allzu viel auf unserer To See– Liste stand, machten wir uns mit den Öffentlichen also auf den Weg.

Sehr windig dort oben…

Vyšehrad war ursprünglich mal eine Befestigungsanlage und liegt auf einem Hügel etwas südlich der Prager Innenstadt. Die 10 Minuten Fahrtzeit ist für den Normaltouristen anscheinend Anstrengung genug, weswegen der Ort nicht allzu sehr überlaufen ist (die meisten Besucher sind Einheimische.)

Das Sehenswerte dort ist die unheimlich hübsche St.Peter-und-Paul-Kirche und der daran angrenzende Friedhof, auf dem viel tschechische Prominenz begraben liegt. Viele der Namen werden nur den Tschechen selbst etwas sagen, aber zumindest der erwähnte Alfonse Mucha und Antonín Dvořák sollten den meisten Deutschen auch etwas sagen.

Wir haben auf all unseren Ausflügen schon viele Kirchen besichtigt, aber diese war zu unserer Überraschung die weitaus Schönste von allen. Der gesamte Innenraum ist geschmückt von Fresken im Jugendstil und selbst die Fenster wurden im selben Stil gehalten. Man konnte sich kaum sattsehen an all den liebevollen Details.

Ich bin so ein Fangirl!

Anschließend ging es zum eigentlichen Ziel unserer Reise, dem Friedhof. Der jüdische Friedhof war auch sehr sehenswert, aber leider etwas sehr auf Touristen abgestimmt. Man dürfe sich zum Beispiel nur auf einem kleinen Pfad bewegen, der abgegrenzt war, nur durch einen Teil des gesamten Friedhofes führend und um fotografieren zu dürfen bedarf es einer gekauften Erlaubnis (wobei ich glaube, dass wir die einzigen „Dummen“ waren, die tatsächlich die Photo Fee bezahlt haben.) Im Gegensatz zu diesem touristenüberlaufenen Friedhof war es also eine schöne Abwechslung nach Vyšehrad zu fahren, durch die Gänge zu schlendern und sich alles in Ruhe anschauen zu können – und das ganz umsonst.

Zum Schluss sind wir noch ein wenig durch den Park spaziert und haben den tollen Ausblick auf Prag genossen. Wer länger in der Stadt ist und nach einigen Tagen einen Touristenkoller in der Innenstadt erleidet, dem kann ich also sehr empfehlen, sich auf den Weg dorthin zu machen!

Posted in On The Road, Prague

6 Kommentare

  1. Lyndywyn sagt:

    Sehr schöne Bilder! Ich mußte auch schon mal Geld bezahlen um im Urlaub in einer Kirche fotographieren zu dürfen. Ich habs als Spende betrachtet. :-)

    lg

  2. Ju sagt:

    Oh man. Das ist soo schön. Muss wirklich mal nach Prag fahren!

  3. T. sagt:

    Naja Prag und Mucha sind eine Symbiose.Warst du denn in dem Museum drin?

  4. Kerstin sagt:

    Sehr schöner Blog, bin grad drauf gestoßen und man merkt, dass hier viel Liebe drin steckt :)
    Vorallem deine Bilder sind toll.

    Besuch mich doch auch mal auf meinem Blog, würde mich sehr freuen :)

    Liebe Grüße, Kerstin von

    http://kekekekerstin.blogspot.de/

  5. Anja sagt:

    Möchtest du vielleicht an meinem Gewinnspiel teilnehmen? ♥

  6. Steffi sagt:

    schöne bilder und ich mag dein kleid! =) woher ist das?

    lg steffi
    Colorofmypictures

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