On The Road: Marseille, prèmiere partie.

Wir sind vorgestern wohlbehalten in Marseille angekommen und haben die Zugfahrt, inklusive kleiner Reise durch Paris zwischen zwei Bahnhöfen, gut hinter uns gebracht. Nach kurzem Suchen haben wir auch unsere Ferienwohnung gefunden und fühlen uns sehr wohl – ich weiß gar nicht mehr, was uns genau damals im Februar dazu bewegte, Marseille als zukünftigen Urlaubsort zu küren, aber es war eine gute Entscheidung.
Im Übrigen ist der Blick aus dem Fenster unserer Wohnung auch ziemlich beneidenswert, weil wir direkt am alten Hafen wohnen, der sehr begehrt ist (und dementsprechend belebt).

Unerwartet anstrengend startete unser Urlaub gestern mit einer Radtour. Unerwartet deswegen, weil ich die Beschreibung der Radtour entnahm, dass von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit einfach nur das Rad genommen würde. Wie es sich aber herausstellte, hatte ich uns anscheinend für eine Radtour angemeldet, bei der wir  im Endeffekt 30km fuhren. Nicht ganz so leicht für untrainierte Personen, die mit den furchtbarsten, geliehenen Fahrrädern starten. Habt ihr eine Ahnung, wie hügelig Marseille ist?! Kurz vor dem Aufgeben und Einfach-Alles-Scheiße-Finden kamen wir aber an unserer Destination an, hatten einen wunderbaren Blick über die Stadt und konnten behaupten, etwas komplett abseits des üblichen Tourismus erlebt zu haben. Der Rückweg, der größtenteils bergab ging, entschädige zwar etwas, aber meine Rückenschmerzen heute lassen trotzdem einen faden Geschmack zurück.

Um es etwas ruhiger angehen zu lassen und unsere geschundenen Körper zu schonen, wollten wir uns heute dann ganz dem Touristen-Kram widmen und haben die oft erwähnte Petit Train Touristique genommen, ein kleiner Wagenzug in Form einer Lokomotive, der zur Kirche Notre Dame de la Garde fährt. Eine ziemliche Enttäuschung. Die Informationen, die in fünf Sprachen übermittelt wurden, wurden leider übertönt von dem  vorbeifahrenden Verkehr – und noch lauteren Spaniern. An der Kirche angekommen wurden wir zwar auch belohnt mit einem tollen Blick über den Hafen, aber die Kirche konnte leider keinesfalls mithalten mit den beeindruckenden Bauten unseres letzten Urlaubs.

Anschließend beschlossen wir spontan noch eine dreistündige Bootsfahrt zu machen, um uns Marseilles endlos lange Küstenlandschaft vom Meer aus anzuschauen. Die Informationen waren leider nur in Französisch – WHY YOU NO SPEAK ENGLISH, FRENCH PEOPLE?! Also mussten wir ganz informations- und planlos einfach mal die unglaubliche Natur bewundern, die sich uns darbot. Natürlich könnte ich euch hier die tausend Fotos zeigen von Felsformationen, die seit Millionen Jahren von Wasser umspült wurden, um ihre jetzige Form zu besitzen, aber das Spektakel muss man sich, wie so oft im Leben, selbst angesehen haben, um es zu genießen. Bei der Gelegenheit sind wir auch an der Bucht vorbeigefahren, die uns ein Herr bei der Radtour zum Baden empfohlen hat und bei der ich fast gesagt hätte „Och…nööö, eine Stunden mit dem Bus hinfahren fetzt nicht!„, die aber so paradiesisch aussah, dass wir uns morgen auf den beschwerlichen Weg dort hin bewegen werden.

À bientôt, mes amis!

PS: Danke für die vielen Glückwünsch zum letzten Post, ihr Lieben!  ♥

Posted in Marseille, On The Road

6 Kommentare

  1. lovepirate sagt:

    Schöne Aufnahmen und auch von mir noch alles Gute zum ersten Hochzeitstag! :)
    LG

  2. BlueBacardi sagt:

    Das sieht aber wirklich nach einem ganz tollen Urlaub aus :) Das mit der Radtour ist mir übrigens auch so ähnlich in Irland passiert, aber naja dann weiß man wenigstens dass man sogar war im Urlaub getan hat :D

  3. copy.cat sagt:

    Oh làlà, scheint so, als hättet ihr alle Verkehrswege in Marseilles für euch entdeckt :D Die Fotos sind mal wieder sehr toll. Ich kann zwar Französisch, find’s aber dennoch besser, wenn sie mehrere Sprachen anbieten… Haha, das mit dem Fahrrad kenn‘ ich aus Kambodscha. Wollten halt zu irgendwelchen Tempeln fahren, auf der Karte sah alles machbar aus und am Ende waren’s am ersten Tag gleich 40km – nur hatte ich danach keine Rückenschmerzen, sondern konnte nicht mehr richtig sitzen :D

  4. Tolle Fotos aus einem tollen Urlaub- danke fürs dran teilhaben lassen :)

    Liebe Grüße…

  5. VagabuntIn sagt:

    Moar, habt ihr es gut. Ich wünsch euch einen wunderbaren Urlaub. Die Fahrradtour klingt echt lustig. Ich glaube ich hätte irgendwann das Fahrrad in die Ecke gehauen. :D
    Vor genau einem Jahr war ich in Barcelona. Da fahrt ihr ja auch noch hin, richtig? Eine wunderschöne Stadt. Ihr müsst mal mit dieser Seilgondel fahren. Freund hat Höhenangst, hat sich aber trotzdem reingetraut. Man hat wirklich einen tollen Überblick über die Stadt, allerdings bleibt das Ding auch gerne mal mittendrin stehen und dann rutscht das Herz doch mal zwei Etagen tiefer. Aber es fetzt. :D
    Bin Freitag und Samstag in Köln. Noch schnell irgendwelche Tipps, was man sich UNBEDINGT anschauen sollte? ;)
    So, und nun genießt den Urlaub und kommt heile wieder.

  6. T. sagt:

    Y U NO speak correct false English? ;D
    „kleiner Wagenzug in Form eines Zuges“ Unglaublich! :D

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