On the Road: Bali

Vor gut zwei Wochen ist der Frühling auch in Peking angekommen, aber ich kann euch sagen… der Winter war verdammt lang. Anfang November bis Ende Februar war es durchgehend um die 0 Grad, weswegen wir einfach mal ein wenig der Kälte entkommen mussten und so gönnten wir uns Anfang Januar zwei Wochen Urlaub auf Bali.

Seminyak Icon Bali Kuta Pool VillaWeil das erste halbe Jahr im neuen Job unglaublich stressig war für den Ehegatten, wollte er vorallem eines im Urlaub machen: entspannen!  Deswegen entschieden wir uns für das Seminyak Icon, in dem man nicht nur eine abgegrenzte Privatvilla für sich, sondern auch gleich einen Pool sein eigenen nennen konnte – also eine kleine Oase nur für uns, was eine nette Abwechslung zur chinesischen Großstadt war.

Mal abgesehen von unserer Luxusherberge, war auf Bali aber alles andere überraschend günstig. Irgendwie habe ich Bali vorher immer mit Hochzeitsreisendestination verbunden, aber wenn man erstmal den Flug gebucht hat, der von Deutschland aus ja sehr zu Buche schlägt, gibt es auf Bali unglaublich gute und günstige Unterbringungen und die niedrigen Preise für Essen verleiten leider dazu, dass ein oder andere Mal zu oft zu zuschlagen.

Bali Nusa Dua Public BeachBali Padang Padang Beach Surfing OceanDa wir aber natürlich nicht nur am Pool rumhängen wollten, sondern auch mal ein bisschen Sand zwischen den Zehen spühren wollten, haben wir uns gleich am zweiten Tag zum nächstgelegenen Strand von Kuta fahren lassen. Zu unserer großen Enttäuschung! Zur Regenzeit wird genau in der Bucht der ganze Müll angeschwemmt, der im Meer treibt, so dass am Strand Berge von Plastik lagen und auch im Wasser treibt überall Müll umher.

Wir hatten es uns dann also zur Aufgabe gemacht, die schönsten Strände von Bali ausfindig zu machen und besuchten somit mitunter den Padang Padang Beach, zu dem man nur über eine abenteuerliche Treppe gelangte. Der, meiner Meinung nach, schönste Strand war aber der Nusa Dua Beach, der obwohl öffentlich und für jedermann zugänglich, menschenleer war.

Bali Blue Point Beach Surfing OceanUm bei unserer Aufgabe den idealen Strand zu finden, nicht ständig abhängig zu sein von irgendwelchen Fahrern, beschlossen wir schon nach einigen Tagen, uns ein Motorrad zu mieten. Für gut 3-4 € am Tag machbar, sofern man sich traut, sich in das Chaos zu stürzen. Somit erlebten wir auch eines unserer schönsten Erlebnisse im Urlaub: die Fahrt zum Blue Point Beach, bei der schon kurz nach Abfahrt ein so starker Regen einsetzte, dass wir nass bis auf die Unterwäsche waren. Dort angekommen entschädigte aber der tolle Anblick auf den abgelegenen Strand.

Generell muss man anmerken, dass wir wirklich Glück hatten, bezüglich des Regen.  Wir flogen ja genau zur Regenzeit nach Bali, aber besonders in der ersten Woche, nieselte es bis auf eine halbe Stunde täglich überhaupt nicht. Die zweite Woche sah es da leider etwas anders aus, aber dazu später mehr. Regenzeit bedeuted aber leider auch, dass der Himmel ununterbrochen bewölkt ist und trotz der tropischen 30° C sieht es auf vielen Fotos aus, als wäre es echt mieses Wetter gewesen.

Bali Barong Dance Barongtanz Kultur Tanz Bali Ubud Monkeyforest Monkey Forest Affenwald Affen MakakenNatürlich wollten wir aber nicht nur am Strand gammeln, sondern auch was von der Kultur und Natur Balis erleben. So schauten wir uns an einem Tag einen klassischen balinesischen Barong-Tanz an. Obwohl wir eigentlich zuerst gar keine Lust drauf hatten, war er wirklich wunderbar farbenfroh und hatte auch viel Humor inne, obwohl wir sprachlich natürlich absolut nichts verstanden.

Danach sprang mein Tiere-aller-Art-liebendes Herz ein wenig höher, denn ich hatte mich schon auf eines meiner persönlichen Highlights gefreut: AFFEN! In Ubud gibt es einen Tempel, der von einen von unzähligen Affen bevölkerten Wald umgeben ist. Daher auch der sinnvolle Name Ubud Affenwald. Die meiste Zeit waren die Makaken (Danke, Wikipedia!) lieb, aber sie sind auch bekannt dafür, Dinge zu klauen. Bei uns hatte es eine Wasserflasche erwischt und ein Affe sprang auf Svens Schulter, um seine Hemdtasche zu inspizieren. Bei mir wollte kein Äffchen drauf, schnüff.

Bali Taro Elephant Safari Lodge Elefant Park Reiten Jungle DschungelDamit nicht genug der euphorischen Begeisterung zu Tieren: Wir waren einen Tag auch noch mal im Elephant Safari Park in Taro. Ich durfte einen Elephanten antatschen und mich mit ihm photographieren lassen und danach ging es auf den Rücken eines Elefanten, der uns quer durch den Urwald chauffierte. Hunderprozentig war mein Herz nicht dabei, so als tierliebender Vegetarier, aber es war dennoch eine großartige Erfahrung, so einen Dickhäuter mal derart nahe kommen zu können.

Bali Uluwatu Temple Tempel Cliff Klippe KuDeTa Sonnenuntergang SunsetBali Tanah Lot Temple Tempel HinduNeben den ganzen tollen Erfahrungen mit der Fauna Balis, haben wir uns auch kulturell etwas weiter gebildet und haben den ein oder anderen Tempel (Uluwatu Tempel & Tanah Lot) angeschaut. Die Hauptreligion auf Bali ist der Hinduismus und so findet man auf den Gehwegen überall kleine Opfergaben, auf die man natürlich aus Respekt nicht treten sollte. Der religiöse Hintergrund ist auch die Ursache, warum die Balinesen so freundlich sind: wer böses tut, wird im nächsten Leben als irgendwas doofes wiedergeboren. Nein, mal ehrlich, die Leute haben alle eine wirklich authentische Nettigkeit an sich, von der sich die ein oder andere Einzelhandelsverkäuferin in Deutschland noch eine Scheibe abschneiden sollte.

Bali Reisterassen Kokosnuss schlürfenDas recht Foto widme ich der größten Kokosnussfetischistin Deutschlands.

Generell haben wir es sehr ruhig angehen lassen und haben Strandtage und Sightseeing-Ausflüge immer im Wechsel geplant. Wir dachten ja auch, dass in zwei Wochen genug Zeit bleibt, wirklich alles auf Bali zu erkunden. Blöd gedacht, denn die zweite Woche waren wir hauptsächlich in unserer Villa. Mein Liebe zu indischem Essen führte uns in ein Restaurant, aus dem wir sofort wieder rückwärts hätten rausgehen sollen. Das Ende vom Lied: die letzten fünf Tage verbrachte mein geliebter Ehemann aufgrund einer Lebensmittelvergiftung im Bett. Einiges konnten wir dadurch nicht machen (Schnorcheln gehen z.B.), aber ich habe in jener Zeit viel am Pool gelegen und habe die Bücher von John Green für mich entdeckt. Ist doch auch was.

Das Fazit des Urlaubs ist es: NIE Indisch essen gehen und du kannst einen wunderschönen Urlaub auf einer traumhaften Insel genießen, die kulinarisch, kulturell und auch von der Erspannung her nicht mehr hätte bieten können.

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7 Kommentare

  1. Leeri sagt:

    So interessant alles:)
    Die Affen sind ja wirklich schräg, aber auch gruselig, dass sie einfach so auf einen draufspringen und Sachen aus der Tasche klauen :D
    Und das mit der Lebensmittelvergiftung ist echt ärgerlich :) aber es war ja nicht euer letzter Urlaub :)

  2. Melea sagt:

    Wie ich mich gerade gefreut habe, Bali ist bei uns dieses Jahr auch in der näheren Urlaubzielplanung.
    Das mit der Lebensmittelvergiftung ist wirklich sehr ärgerlich :( Was für ein Glück, dass ihr so eine tolle Unterkunft hattet!

  3. Hani sagt:

    Ich kann mir sehr gut vorstellen was für ein Kontrast es ist zum kalten und langen Winter in Beijing. Kann nur sagen, dass ich total neidisch bin auf eure Luxusbleibe ! Was für ein hübscher Blick vom Schlazimmer auf den Pool :D hab ich bisher nur in Filmen gesehen ^-^!

    Bei der Regenzeit bin ich mir gar nicht so sehr, aber von einer Freundin die vor Kurzem in Singapur war, hatte sie mal erzählt, dass es dort jeden Tag regnet, aber eben täglich für etwa 40 Minuten und dann ist es auch schon vorbei :)

  4. Wie cool,
    danke für dein tollen Post.Ich habe die Bilder genossen.

    Herzlich Conny

  5. Wundervolle Bilder, das sieht nach einer tollen Zeit aus (abgesehen von der doofen Lebensmittelvergiftung :D).
    Ich hoffe, ich komme irgendwann einmal nach Bali und kann mir selbst ein Bild machen, hab jetzt ziemliches Fernweh :D

  6. TKindchen sagt:

    Du erlebst so viiiiel, da wird ma glatt neidisch! :D

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